Olaf Wickenhöfer

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Olaf Wickenhöfer
Name: Wickenhöfer, Olaf
Geburtsdatum: 31. Juli 1975
Beruf: Sozialwissenschaftler, Pädagoge, Gymnasiallehrer (Biologie und Chemie)
Ethnie: Deutscher

Durch die Aufnahme dieser Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in dieses Wiki implizieren wir nicht notwendiger­weise, dass sie Incel (unfreiwillig zölibatär) ist oder in irgendeiner Weise mit Incel in Verbindung gebracht werden kann. Darüber­hinaus - in Bezug zu allen tat­sächlichen Incels, die in diesem Wiki aufgelistet sind - handelt es sich bei Inceltum um einen Lebens­umstand und nicht um eine Beleidigung oder eine Bewegung/­Gemeinschaft.

Olaf Wickenhöfer ist ein deutscher Sozialwissenschaftler, der für sein Buch "Unfreiwillig Single: Eine Studie zur Sozialisationsgeschichte und kulturellen Alltagspraxis" bekannt ist. In seinem Buch zitierte Olaf Denise Donnelly, Brian Gilmartin und Beate Küpper. Arne Hoffmann wiederum zitierte Olaf und hat mit ihm ein Interview geführt, dass in seinem Buch "Unberührt" abgedruckt ist.



Olaf Wickenhöfer ist ein deutscher Diplom-Pädagoge, bekannt durch sein Buch Unfreiwillig Single: Eine Studie zur Sozialisations­geschichte und kulturellen Alltags­praxis, in dem er Denise Donnelly, Brian Gilmartin und Beate Küpper sowie seine eigene Studie zitiert.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Unfreiwillig Single: Eine Studie zur Sozialisationsgeschichte und kulturellen Alltagspraxis, Tectum Wissenschaftsverlag, 2004, ISBN 3-8288-8693-0[1]
Inhalt
„Während Singles schon seit längerer Zeit im Fokus sozial­wissen­schaftlicher Untersuchungen stehen, wurde eine nicht gerade kleine Untergruppe derselben bislang in Deutschland von der Forschung völlig vernachlässigt: Über Menschen, die unfreiwillig ohne Partner leben, existieren so gut wie keine wissen­schaft­lichen Erkenntnisse. Im Rahmen der Studie Unfreiwillige Singles wurde mittels empirisch-qualitativer Verfahren der Blick auf mögliche Besonderheiten in der Sozialisations­geschichte und kulturellen Alltagspraxis dieser Personengruppe gelenkt, die womöglich mit der ungewollten Partner­losigkeit in einem Zusammenhang stehen.“
Bewertung
Beziehungsunerfahrenheit als Problem von Menschen im mittleren Lebens­alter ist bislang nur selten thematisiert worden. Das Buch von Olaf Wickenhöfer hat auf diesem Gebiet wichtige Pionierarbeit geleistet.
Da es sich um eine explorative Studie handelt, ist das Buch in erster Linie für Studenten und Wissenschaftler interessant, die zu diesem Thema eine wissenschaftliche Arbeit schreiben möchten.
Olaf WICKENHÖFER hat in der wissenschaftlichen Literatur der USA zwei Ansätze gefunden, die sich mit der Problematik beschäftigen. Brian G. GILMARTIN sieht in der Liebes-Schüchternheit („Love-Shyness“) das Hauptproblem, während Denise DONNELLY und andere die unfreiwillige Keuschheit („Involuntary Celibacy“) als Folge von verpassten Gelegenheiten im Lebensverlauf betrachten. Beide Aspekte schließen sich nicht aus, sondern sind eher zwei Seiten einer Medaille. Liebes-Schüchternheit führt zu verpassten Gelegenheiten, die sich im Lebensverlauf zu einem Teufelskreis verfestigen. […]

Auch die Autoren der Bücher müssen feststellen, dass Beziehungs­unerfahrene selbst noch in ihren Dreißigern und Vierzigern in befriedigenden Partnerschaften landen können. Es muss also darum gehen, diese Chancen zu nutzen. Auch wenn man also das Alters­normen-Konzept ablehnt, sind die Ergebnisse, die WICKENHÖFER und HOFFMANN präsentieren, keineswegs belanglos, sondern sie sind nur anders einzuordnen.

Die Prägung im Elternhaus und durch Gleichaltrige („Peergroup“) in Schule und Freizeit können bereits in der Kindheit und Jugend die Aneignung von Kompetenzen im Umgang mit dem anderen Geschlecht behindern oder fördern. Verpasste Gelegenheiten können sich dann während der Ausbildung bzw. des Studiums weiter negativ verstärken. Spezielle Berufs­karrieren können zu weiteren Verfestigungen führen. Man denke hier an die Debatte um Nerds.

Ein zentraler Aspekt ist gemäß WICKENHÖFER, dass introvertierte Menschen gegenüber extravertierten Menschen benachteiligt sind. Vielleicht sollte man jedoch von diesen persönlichkeits­spezifischen Temperament­unterschieden nicht vorschnell auf den bedeutenderen Unterschied zwischen aktiv und passiv schließen. Menschen können introvertiert sein und trotzdem aktiv ihre Pläne verfolgen. Ob man sich hilflos bzw. ohnmächtig Situationen ausgesetzt fühlt oder sich als Gestalter erlebt, ist nicht unbedingt eine Temperaments­frage.

Schüchternheit, Ängstlichkeit und ein geringes Selbstwertgefühl erschweren die Aneignung von Kompetenzen, die im Umgang mit dem anderen Geschlecht wichtig sind. […] Aufschlussreich ist die Tatsache, dass gesellschaftliche Einrichtungen wie Schulen, Universitäten und Unternehmen die Integration von Ängstlichen, Schüchternen bzw. Menschen mit geringem Selbstwertgefühl fördern oder erschweren können. WICKENHÖFER zeigt wie diese Institutionen solche Menschen eher diskriminieren.

Die Frage, ob Menschen ohne Beziehungs­erfahrung ihre Unerfahrenheit im Lebensverlauf kompensieren können oder diese sich durch Kumulation so verfestigt, dass sie zum hoffnungslosen Fall werden, lässt sich mit den vorliegenden wissen­schaftlichen Befunden nicht allgemein beantworten.

Fußnote[Bearbeiten]

  1. Wickenhöfer hat 21 E-Mail-Interviews mit 18 Männern und 3 Frauen durchgeführt. 20 Befragte entsprechen der Fragestellung der Studie, weil sie ihre Situation als unfreiwillig einschätzen.
  2. Single Generation: Menschen ohne Beziehungserfahrung