Asexualität

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Asexualität bedeutet das Fehlen des Verlangens nach sexueller Interaktion; Berührungen und Zärtlichkeiten sind aber nicht ausgeschlossen. Freiwillige Enthaltsamkeit wird nicht unter Asexualität gerechnet, ebensowenig zählen Krankheiten hierzu. Nicht krankhafte bedingte Asexualität erzeugt keinen Leidensdruck, die Betroffenen sind mit ihrer Situation zufrieden. Asexuelle kämpfen um die gesellschaftliche Anerkennung ihrer sexuellen Präferenz ähnlich derer der homo-, bi- oder hetero­sexuellen Ausrichtung.

Die Official Asexual Society (Seite zurzeit nicht erreichbar) beschreibt Asexualität prägnant mit „born without sexual feelings“. Eine Betroffene charakterisiert die Erscheinung als: „Es ist wie Algebra, ich verstehe das Konzept, es interessiert mich aber nicht.“ Eine andere asexuelle Frau meint, Sex sei so spannend wie eine Kriegserklärung im Jahre 1358, „einfach gähnende Leere“.

Asexuelle Menschen leben durchaus in engen, partner­schaftlichen Beziehungen. Zärtlichkeit und körperliche Nähe sind keine Tabus. Kuriorerweise – oder besser gesagt, unerwarteterweise – gibt es eine Partner­vermittlung (gleichklang.de), die Asexuelle bei der Partnersuche unterstützt.

Abgrenzung zum AB[Bearbeiten]

Im Unterschied zu Asexuellen verspüren ABs sexuelles Verlangen. Zusätzlich haben ABs größte Schwierigkeiten bei der Partnersuche, was für Asexuelle kein Problem darstellt.

Asexuelle leben in Beziehungen und Partnerschaften. Sie haben ausnahmsweise auch Sex, dann aber nur ihren Partnern zuliebe und sozusagen als Pflichtübung. Manche asexuelle Menschen haben auch Kinder.

Typisierung nach AVEN[Bearbeiten]

Das „"Asexual Visibility and Education Network“ (AVEN) unterscheidet vier Grundtypen:

Typ A
Menschen mit sexuellem Trieb, fühlen sich aber nicht von anderen sexuell angezogen.
Typ B
Menschen ohne Sexualtrieb, bilden aber tiefe emotionale Verbindungen aus, leben in Liebesbeziehungen. Es gibt Zärtlichkeit und Körperlichkeit, nur keinen Sex.
Typ C
Menschen mit Sexualtrieb, für die aber Liebe und Sex unvereinbar ist.
Typ D
Menschen weder mit Sexualtrieb noch mit dem Bedürfnis nach Liebesbeziehungen. Diese Menschen pflegen aber durchaus tiefe Freundschaften.

Studien und Statistiken[Bearbeiten]

Studien behaupten, zwei Prozent aller Menschen hätten nie Sex in ihrem Leben. Eine Befragung aus diesem Umfeld legt nahe, dass ein Prozent der Menschen asexuell ist. Ein weiteres Ergebnis ist, dass es deutlich mehr asexuelle Frauen als Männer gibt.

Eine andere Studie ergab, dass jeder zehnte Mann im Alter von 30 Jahren noch nie Sex hatte. Wie viele davon asexuell waren, ist unbekannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Andere Erklärungsseiten[Bearbeiten]

Internet-Gemeinschaft[Bearbeiten]

Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel[Bearbeiten]

  • Ingrid Kupczik: Keine Lust auf Liebe, Welt am Sonntag am 21. November 2004
  • Andrea Naica-Loebell: Kein Sex und Spaß dabei, Heise/Telepolis am 16. Oktober 2004 (Anreißer: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen)
  • Barbara Dribbusch: Nicht nur Amöben sind asexuell, taz am 14. Juni 2005 (Anreißer: Seit kurzem gibt es auch in Deutschland ein Forum für „Asexuelle“. Verweigerer oder Verklemmte? Allein der Austausch zwischen Leuten, die keinen Geschlechtsverkehr haben wollen, ist schon ein Protest gegen sexuellen Leistungsdruck.)
  • Merle Hilbk: Sex? Ohne uns!, Die Zeit – Zeitwissen im März 2005 (Anreißer: Kann es normal sein, einfach kein Interesse an Sex zu haben? Und das nicht nur für ein paar Tage oder Wochen, sondern jahrelang? Sein ganzes Leben? Ja, es ist normal, sagen nicht nur all jene Menschen, die freiwillig – und glücklich – enthaltsam leben, sondern nun auch Experten, die Asexualität als neue sexuelle Orientierung anerkennen.)

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